WEISZEIT Ausgabe No 21
EDMUND WEIS - Auf´s Dach gestiegen
Hier wurde eine Containerkälteanlage installiert, um die Versorgung mit Klimakaltwasser sicherzustellten. Mit im Auftrag enthalten: Stahlbau, Containeranlage, Kältemaschinen, Rückkühlwerke, die Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Dacharbeiten inklusive Isolierung. Die Firma Weis wurde also quasi als Generalunternehmer gefordert und absolvierte sowohl die Koordination verschiedenster Gewerke als auch die 10 beteiligten Unternehmen erfolgreich.
Samstag war Arbeitstag,
um die Produktion des Kunden nicht zu beeinträchtigen. Anfang September 2004 bei strahlendem Wetter hob die Anlage, bestehend aus 2 Containerhälften mit Rückkühlwerken und bereits aufgestellten Kältemaschinen, ab, um in 63 Meter luftiger Höhe zu landen. Nach diesem Kraftakt machten sich 20 Monteure an den technischen Ausbau der 8 x 5 m großen Containeranlage und verrohrten sie mit der vorhandenen Kaltwasseranlage. Außer den Kältemaschinen fanden in den Containern auf kleinstem Raum die komplette MSR-Schaltschrankanlage, die Pumpen, die Verrohrung und die Lüftung ihren Platz - alles auf dem neuesten Stand der Technik.
Qualität und Know-how gefragt
Denn die luftgekühlten Kältemaschinen (Leistung: 2 x 770 kW) werden mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak (NH3) betrieben. Seit je her wird es wegen seiner energetischen Vorteile in großen Anlagen als Kältemittel benutzt. Allerdings bedarf der Umgang mit dem explosiven, giftigen Stoff auch besonderen Wissens und extremer Vorsicht. Die Containeranlage ist für den Betrieb deshalb mit einer Gaswarnanlage – mit Aufschaltung direkt bei der Feuerwehr – und einer explosionsgeschützten Abluftanlage ausgerüstet. Das ammoniakführende Leitungsnetz besteht komplett aus V4A Edelstahl. Da hier Schweißarbeiten notwendig sind, wurden alle Nähte geröntgt – für die Qualität der WEIS-Schweißer spricht, dass keine einzige von über 150 Nähten Grund zur Beanstandung bot.
Kühles rechnen notwendig
Durch das im Gebäude untergebrachte Rechenzentrum ist eine Grundkühllast von 1,5 mW vorhanden. Deshalb werden die mit einem Schraubenverdichter ausgerüsteten Kältemaschinen ganzjährig betrieben. Dabei ist das Zusammenspiel der neuen Ammoniakkühler mit den vorhandenen Maschinen von großem Vorteil: Das Spektrum der Leistungsregelung liegt zwischen 10 und 100 %. Die Verflüssigung des Ammoniaks erfolgt über komplett aus Edelstahl gefertigte Hybrid Trockenkühler. Sie vereinen zwei bekannte Arten der Wärmeübertragung: die Trocken- und die Verdunstungskühlung.
Während bei kühlem Wetter und in der Nacht Trockenkühlen möglich ist, werden die Wärmetauscher bei hohen Außentemperaturen über einen Benetzungswasserkreislauf mit aufbereitetem Umlaufwasser benetzt. Der Hybridkühler nutzt dann das Verdunstungsprinzip und steigert die Leistung dadurch deutlich.
Fazit:
Alles wurde einmal mehr gut durchdacht und im Rahmen des Terminplanes realisiert – und wenn wir Ihnen in Sachen Klimatechnik mit coolen Ideen aufs Dach steigen dürfen, tun wir das in gleicher Qualität genauso gerne.
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