WEISZEIT Ausgabe No 20
EDMUND WEIS: Top Aufgestellt
Deshalb wurde im Standort Wemding bereits im Jahr 2001 der Entschluss gefasst, konsequent zu erweitern. Damit ist die unabhängige Unternehmensgruppe sehr gut gerüstet, um den Erst- und Nachrüstungsmarkt zu bedienen. Die Spezialisten für integrierte Systeme und Module (PKW und Nutzfahrzeuge) haben bei der Erweiterung auf Wachstum und auf leistungsfähige Partner gesetzt:
So wurde die Firma Edmund Weis mit der Ausführung der Heizungs-, Lüftungs-, Kälte- und Sanitäranlagen beauftragt. Der Startschuss fiel im September 2002 und in diesen Tagen wird das Projekt termingerecht realisiert. Kein Wunder, dass in Spitzenzeiten bis zu 50 Monteure auf der Baustelle im Einsatz waren.
Gute Atmosphäre
Die Produktion bei Valeo hängt von den Raumluftkonditionen ab. Besonders Temperatur und Feuchte beeinflussen das Betriebsklima in den Produktionshallen, die mit vier Vollklimaanlagen ausgestattet sind. Sie heizen, kühlen oder befeuchten mit einer Gesamtluftmenge von 300.000 m3/h.
Über Kanäle und Rohre verteilen die wetterfest auf dem Hallendach installierten Geräte die Luft in der Technikebene der Halle. Hier ist auch die komplette Versorgung für Luft, Kälte, Gase etc. verlegt. Das hat den Vorteil, dass in der Halle selbst nur die Verdrängungsluftauslässe der Lüftung und die Versorgungsstichleitungen für die Produktionsmaschinen zu sehen sind.
Für frischen Wind und gute Luft in Verwaltung, Küche und Kantine sorgen drei weitere Vollklimaanlagen mit einer Luftmenge von 34.000 m3/h. Sie sind in der Technikebene der Halle aufgestellt und verfügen ebenfalls über Erhitzer, Kühler und Befeuchter. Die Zuluft der Verwaltungsgeräte kommt zum größten Teil über ca. 420 lfdm. Kiefer Inducool Kühldeckenpaneelen zugfrei in den Raum.
Die Luft für die Küche/Kantinenlüftung wird über Drallauslässe eingebracht. 24 Kleinanlagen sorgen bei Valeo für prima Klima – von der WC-Abluft mit 200 m3/h bis zur Lüftung APU Büro mit 4.200 m3/h. Sämtliche Anlagen werden zentral über die neu aufgebaute Gebäudeleittechnik bedient und gesteuert.
Coole Ideen
Die Kälteanlage setzt sich aus der Produktions- und der Klimakälte zusammen – damit werden zum einen alle am Produktionsprozess beteiligten Maschinen und zum anderen die Halle gekühlt. Zwei Kältemaschinen mit Schraubenverdichtern bieten in der Halle eine Leistung von je 1000 kW. Diese Anlagen versorgen die Lüftungsgeräte mit 6/12 Grad C Klimakaltwasser sowie per Wärmetauscher ca. 420 lfdm Kühldeckenpaneele, die luft- und wasserseitig angeschlossen sind.
Selbst in heißen Phasen bleibt alles cool denn die Anlagen gehen bereits ab 17 Grad C Außentemperatur in Betrieb. Dass in der Produktion nichts heiß läuft, garantieren zwei Maschinen mit je 200 kW Kälteleistung. Sie versorgen die Produktionsmaschinen ganzjährig über ein Kaltwassernetz mit Temperaturen von 15/22 Grad C.
Sinken die Werte im Außenbereich unter 10 Grad, läuft die Anlage über die Wasser/Glykol Rückkühler auf freie Kühlung. Aber auch für Wärme ist in der neuen Halle gesorgt. Sie kommt über eine Fernleitung aus der bereits bestehenden Heizzentrale. In erster Linie ist sie für die Lüftungsgeräte im Verwaltungsbau mit ca. 240 lfdm. Kampmann Unterflorkonvektoren sowie den stat. Heizflächen in den Sozialbereichen und der Logistik da.
Die Sanitäranlage besteht aus mehreren WC-Kernen in Verwaltung/Halle, die über eine Wasseraufbereitung versorgt werden, einer Umkehrosmoseanlage für die Wasserversorgung der Produktionsmaschinen sowie der Druckluftanlage mit einer Luftmenge von 72,5 m3/min. Die Anlagen sind komplett auf die DDC aufgeschaltet.
Fazit: Aufbauende Ideen, die in jeder Hinsicht ein solides Fundament haben.
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