WEISZEIT Ausgabe No 19
Harmonie trifft Technik und Technik setzt auf Ästhetik
Den Rahmen für das Gesamtkunstwerk bildet eine Villa in Stuttgart, die sowohl vom Ambiente wie auch von der Technik her einzigartig umgebaut wurde. So entstand auf 400 m2 Wohnfläche und 150 m2 für Schwimmbad und Sauna ein Zusammenspiel, das eine harmonische Atmosphäre und technisch ein Wohlfühl-Klima vom Feinsten erzeugt.
Mit Stil gestylt Zunächst wurde der Bestand bis auf die Außenmauern, Decken und einige Wände fast komplett entfernt. Ziel war es, ein offenes warmes Ambiente zu schaffen. Die konventionellen Raumgrenzen wurden deshalb zu Gunsten fließender Übergänge aufgehoben. Das Erdgeschoss ist vom großen Wohnbereich hin zu Arbeits-, Esszimmer und der geräumigen Küche mit integriertem Essplatz offen. Das Obergeschoss mit Schlafzimmern, Bädern und einem Rückzugsbereich erstreckt sich als verglaste Galerie über die gesamte Länge des Erdgeschosses.
Auch das Untergeschoss ist mit Schwimmbad, Sauna und einer Ruhezone verglast. Über das zu allen Ebenen offene Treppenhaus ist es mit den anderen Bereichen verbunden. Design sollte sein Diese Offenheit unterstreicht das durchgängig gestaltete Ambiente überaus harmonisch. Eine einheitliche, von Linda Ossola Studio Interni entwickelte, Linie erzeugt über Farben, Formen und Materialien Spannung.
Sie wird geprägt durch den hellen Naturstein, den freundlichen Ton und die Spachteltechnik an Wänden sowie den Decken. Zu den im gleichen Farbton lackierten Möbeln wurden einige Oberflächen, zum Beispiel für Schübe oder Esstisch, in Nussbaum kombiniert. Der »Biancone-Naturstein« ist ein sehr robustes Material das in der Nähe von Verona abgebaut wird. Es wurde ausschließlich Material mit einer besonders gleichmäßigen Oberfläche ausgesucht und in großformatigen Platten verlegt.
Die Spachteltechnik an den Wänden und Decken ist ein »Stuccolustro« – ein Kunstmarmor aus Kalk und Marmormehl. Er wird in mehreren Arbeitsgängen vom Maler nach einer alten, vor allem in Norditalien verbreiteten, Handwerkstechnik aufgebracht. Reizvolle Akzente setzen Griffe, Beschläge und Leuchten aus matt geschliffenem Edelstahl bzw. poliertem Aluminium. Alles geht fließend ineinander über, ohne eintönig zu wirken.
Denn durch sehr viel Liebe zu verspielten Details lebt jede Ecke und selbst der kleinste Winkel. Einblick macht Eindruck Die Konzeption bezieht konsequent das Mobiliar mit ein. Geschickt integrieren sich die Möbeleinbauten visuell in die Offenheit, ohne als separate Elemente wahrgenommen zu werden. Die Möbel wurden außen wie auch innen genau den Anforderungen der Nutzer angepasst. Ein Konzept, viele Ideen Perfektion und minimalistisches Design definierten das anspruchsvolle Konzept von Anfang an.
Dazu waren regelmäßige Abstimmungsprozesse mit den Fachplanern für die Haustechnik (Heizung, Lüftung, Sanitär: Edmund Weis KG) und Elektro (Firma Bärz, Holzkirchen bei München) erforderlich. Durch das Ineinandergreifen von Ideen und Lösungen der verschiedensten Unternehmen wurde eine Symbiose aus Kunst, Architektur und Technik realisiert.
Tradition und Moderne, Kunst und Können sind darin zusammengeflossen, um etwas Neues entstehen zu lassen: Den perfekten täglichen Genuss visueller Ästhetik – und Freiräume, damit Ideen mit kreativer Energie aus dem direkten Lebensumfeld gezogen werden können.
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