WEISZEIT Ausgabe No 19
Verwegen nach Norwegen: Angeltour zu den Lofoten
07. Mai 2004. Start im hessischen Babenhausen. Weiter nach Hamburg, dann über Puttgarden nach Bröndby, Helsingborg, Stockholm, Uppsalla. Von Ümea am botnischen Meerbusen geht es weiter über Sundsvall nach Skelleftea, dann über den Polarkreis durch das Jungerdal nach Fauske, von Skutvik mit der Fähre nach Svolvaer auf den Lofoten und dann noch weitere 120 km nach Hamnoi.
Eine fast endlose Fahrt, Nonstop, ohne Übernachtungen. Vor Ort wird in gemieteten Holzhütten (Rorbu) übernachtet, und dann geht es in Ruderbooten mit Außenbordmotor bis zu 30 km auf‘s offene Meer (Westfjord) hinaus. Eine solche Angeltour stellt Anforderungen an Teamgeist und Kooperationsfähigkeit.
Doch da gab es bei den 15 Beteiligten keine Probleme – ganz im Gegenteil war die Kameradschaft außerordentlich gut. So gut, dass insgesamt 2,6 Tonnen Fisch, überwiegend Dorsch, aber auch Seelachs, Seeteufel, Steinbeißer und Plattfisch gefangen werden konnten. Der Fisch muss sofort nach dem Fang ausgenommen werden, noch am selben Abend filetiert, gewaschen, in Portionen geschnitten, verpackt und eingefroren werden, um ihn frisch in den speziell ausgerüsteten Fahrzeugen mit auf die Heimfahrt zu nehmen.
Natürlich hat Norwegen weit mehr zu bieten als tonnenweise Fisch: Eine atemberaubend schöne, fast ursprüngliche Landschaft und zahlreiche Museen und Aquarien mit Filmvorführungen. Elche, Rentiere, Polarfüchse, Schneehasen, Seeadler, Kormorane und Papageientaucher runden das Schauspiel der Natur ab. Es wird also bestimmt nicht die letzte Tour gewesen sein, denn, so Edmund Weis: „Jeder, der einmal mit in Norwegen oder auf den Lofoten war, ist »infiziert« und kommt immer wieder zurück!“.
Wie recht er hat: Für den Bauleiter, Herrn Helmut Matuschek, war dies die erste Reise zu den Lofoten – und er war bei der Rückkehr am 21. Mai so begeistert, dass er es kaum erwarten kann, wieder aufzubrechen.
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