WEISZEIT Ausgabe No 5
Auf den Flügeln der Freiheit
Unser Mitarbeiter Bernd Wildner 29 folgt ihrem Vorbild. Er brach im Sommer '99 zur ersten Etappe seiner Weltumseglung auf und legte den Weg über den weiten Atlantik vom Ausgangshafen Barcelona im Mittelmeer bis auf die westindische Insel Trinidad zurück – eine Reise der Extreme, angefüllt mit atemberaubenden Situationen an vielen exotischen Schauplätzen.
Es ist schon etwas Besonderes, einen Menschen wie Bernd Wildner im Kollegenkreis zu haben. Denn einerseits ist seine Fahrt zu neuen Horizonten mit langen Abwesenheitszeiten im Unternehmen verbunden. Andererseits sind wir natürlich stolz darauf, im Zuge der Globalisierung sozusagen einen "Botschafter" zu haben, der einmal um die Erde in aller Herren Länder navigiert.
Seit Frühjahr '99 ist der aus Waldenbuch bei Tübingen stammende Bernd Wildner Mitglied im Verein der Weltumsegler "Trans Ocean". Nach Abenteuerurlauben in Thailand, Peru und Bolivien erschien ihm dies als der geeignete Schritt, um Reiselust, Fernweh und die Suche nach ungewohnten Herausforderungen auf eine neue Formel zu bringen.
Bereits Jahre vorher war die Idee zur Umrundung der Welt auf dem Seeweg in seinem Kopf entstanden und hatte ihn nicht mehr losgelassen. Gemeinsam mit einem Reisegefährten kaufte Bernd Wildner am Bodensee zunächst ein geeignetes Boot und machte es über 3 Monate hinweg ozeantauglich. Gleichzeitig wurden Bücher gewälzt, Landkarten gelesen und ozeanografische Pläne minutiös studiert.
Im Sommer 98 transprotierte das unternehmungslustige Duo sein Boot zunächst nach Barcelona – und am 01. April 99 hieß es dann definitiv: "Ahoi – wir stechen in See!". Vom Ausgangshafen in Südspanien aus kreuzte Bernd Wildner, der dieses Wagnis als völliger Segelanfänger begann, zunächst Richtung Gibraltar – und hier galt es schon gleich zu Beginn der Fahrt, einen lebensgefährlichen Sturm zu bestehen.
Der Wind drehte auf, entwickelte Windstärke 8 und riss den Mast aus seiner Verankerung. Als dann auch noch der Motor streikte, waren Hektik und Stress an Bord perfekt. In harter Arbeit an den Grenzen der körperlichen Belastbarkeit wurde der schwimmende Untersatz direkt auf See wieder manövrierfähig gemacht.
Denn schließ lich ging es darum, bereits wenige Tage später hinaus auf den Atlantik zu gleiten. An Lanzarote und Gran Canaria vorbei nahm Bernd Wildner direkten Kurs aufs offene Meer. Insgesamt war er 24 Tage ununterbrochen an Bord, um den großen Teich zu überqueren.
Unbeschreiblich das Gefühl, als dann am Horizont die Palmen der brasilianischen Küste auftauchten. Recifé war die erste Anlegestation nach dem langen Törn über nichts als blaues Wasser – und von dort ging es schnurstracks weiter nach Jacaré und nördlich nach Fernando.
An diesem Fleck hatte unser "Sindbad" eine seiner erstaunlichsten Reisebegegnungen. Denn von einer Sekunde auf die andere umschwamm plötzlich eine Schule mit mehr als 700 Delphinen das atlantikerprobte Segelboot.
Kurs auf Natal: An diesem Ort sichtete Bernd Wildner nicht nur einen rekordverdächtigen Riesenfisch. Beim Landgang nahm er auch an einem Halbmarathon teil und lief mit 1 Stunde 40 Minuten eine wirklich hervorragende Zeit.
Zurück aufs Boot. Segel gesetzt! Und weiter ging es über Forzaleza, Sao Luis und Französisch Guayana bis nach Tobago und Trinidad, dem Zielpunkt der ersten Weltumseglungsetappe.
Auf diesem karibischen Eiland liegt das Wildner’sche Boot derzeit vor Anker. Aber nicht mehr lange. Denn längst hat Bernd Wildner wieder Sonderurlaub beantragt, um am 01. April 2001 zur zweiten Etappe in See zu stechen. Wir unterstützen ihn dabei und drücken ihm die Daumen.
Nicht zuletzt ist auch ein Segelsponsoring in Form von Digitalkamera und Laptop im Gespräch. Damit unser Kollege auf seiner Fahrt Momentaufnahmen festhalten kann und vielleicht schon einmal das Terrain zur Gewinnung neuer WEIS & WENNESS-Kunden "all over the world" sondiert.
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