WEISZEIT Ausgabe No 32
Interview mit Ingo Wertek: Neue strategische Ausrichtungen
Ingo Wertek leitet gemeinsam mit Alexander Weis die Geschicke der WEIS
INDUSTRIES® GmbH & Co KG. Seit 2005 ist er als
Konzerngeschäftsführer mitverantwortlich für die strategische
Entwicklung der Holding.
Seine beruflichen Wurzeln schlug der gebürtige Ludwigsburger 1984 bei der »LTG Lufttechnische GmbH« in Stuttgart mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann. Mit einem Abendstudium zum Betriebswirt legte er den Grundstein für seine weitere Karriere innerhalb der LTG. Diese führte ihn vom Exportleiter der LTG zum Kaufmännischen Leiter der Sparte Textillufttechnik bis hin zum Mitglied der Geschäftsleitung der LTG Mailänder GmbH.
Privat halten ihm seine drei Söhne im Alter von 19, 20 und 21 Jahren, seine 16-jährige Tochter und seine Frau den Rücken frei.
Die WEISZEIT Redaktion traf Ingo Wertek zu einem Gespräch, um mehr über die Ziele und die Arbeit der Holding zu erfahren und einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2008 zu wagen.
WZ Redak.: Worin bestehen die Aufgaben der WEIS INDUSTRIES® GmbH & Co KG?
Wertek: Die »Holding« ist eine Muttergesellschaft für unsere 12 Tochtergesellschaften, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir kümmern uns um die Buchhaltung und die Personalabrechnung aller Firmen. Wir steuern den gesamten Prozess des Controllings und der Quartals- und Jahresabschlüsse. Wir sorgen dafür, dass die EDV funktioniert und dass wir ordentlich versichert sind. Wo es Sinn macht, bündeln wir Verträge auf die Holding und erzielen dadurch günstigere Konditionen. Zum Bespiel bei Handyverträgen und dem Fuhrparkleasing.
WZ Redak.: Was sind Ihre Aufgaben?
Wertek: Alexander Weis als geschäftsführender Gesellschafter und ich tragen gemeinsam die Verantwortung in der Holding für die gesamte Entwicklung aller zur WEIS INDUSTRIES Gruppe gehörenden Firmen. Wir sind stolz auf unsere Positionierung im Markt und den hervorragenden Ruf, den wir im »Mittelstand« und darüber hinaus genießen. Wir müssen permanent dafür sorgen, dass das so bleibt und sich weiterentwickeln kann.
WZ Redak.: Worin sehen Sie die Stärken der WEIS INDUSTRIES Gruppe?
Wertek: Viele Firmengruppen leisten sich eine Zentrale, die irgendwann vergisst, warum man sie eigentlich gegründet hat. Spätestens, wenn sie den Firmen lästig ist, hat sie ihre Berechtigung verloren. Wir versuchen den Firmen den Rücken freizuhalten. Wir wollen mit minimalem Verwaltungsaufwand eine möglichst stabile Struktur für das operative Geschäft bieten, die es den Einzelfirmen erlaubt, sich voll auf ihre Kunden und den Markt zu konzentrieren. Dort bestehen wir nur, wenn wir alle schnell und perfekt sind. Wir haben in den Firmen sehr engagierte und erfahrene Führungskräfte und eine hoch motivierte Belegschaft von über 500 Mitarbeitern.
WZ Redak.: Was waren Ihre Highlights im vergangenen Jahr?
Wertek: Zuerst natürlich die Bewältigung und Konsolidierung des schnellen Wachstums der WEIS INDUSTRIES Gruppe. Große Herausforderungen waren auch Aufbau und Anpassung aller zur Steuerung der Einzelgesellschaften notwendigen Rahmenbedingungen wie die Finanzierung der Gruppe und die Unternehmensstruktur. Die Mehrheitsübernahme und die Integration der AIRFILTEC® GmbH als interner Hersteller und Lieferant für die LTG AEROB® Air Engineering war ein weiterer Meilenstein. Nicht zu vergessen auch die Gründung einer Tochtergesellschaft in Melzo/Italien – also rundum ein Jahr voller Highlights!
WZ Redak.: Welche Herausforderungen gilt es Ihrer Meinung nach für die WEIS INDUSTRIES Gruppe im nächsten Geschäftsjahr zu meistern?
Wertek: Der Generationswechsel in der WEIS INDUSTRIES Gruppe ist erfolgreich vollzogen. Wir sind in den letzten drei Jahren von 50 Mio. EUR Umsatz auf 100 Mio. EUR gewachsen. Viele Arbeitsplätze, die bei Konkurrenzfirmen durch Insolvenzen weggefallen sind, haben wir bei uns neu geschaffen. Oft geht hervorragendes Know-how durch falsche Steuerung von Firmen verloren. Wir sehen unsere Herausforderung darin, dass wir nicht nur »Umsatz« bilanzieren, sondern bei unseren Kunden sinnvolle Dinge »umsetzen«. Das stärkste Wachstum haben wir unter anderem im Umweltschutz. Das wollen wir stärken und fördern.
WZ Redak.: Was möchten Sie den Mitarbeitern mit auf den Weg geben?
Wertek: Die Mitarbeiter sind es, die unser Bild und die Qualität nach außen bestimmen, und die machen das super.
WZ Redak.: Wo sehen Sie Verbesserungs- oder Entwicklungspotentiale?
Wertek: An jeder Ecke... (lacht)
WZ Redak.: Was hat sich bei Ihnen im Arbeitsablauf mit dem Wechsel von der LTG zur WEIS INDUSTRIES Gruppe verändert?
Wertek: Alles... (lacht wieder)
WZ Redak.: Was macht Ihnen bei Ihrer Aufgabe besonders Spaß?
Wertek: Fast alles... (grinst)
WZ Redak.: Herr Wertek, ich danke Ihnen für das Gespräch.
Seine beruflichen Wurzeln schlug der gebürtige Ludwigsburger 1984 bei der »LTG Lufttechnische GmbH« in Stuttgart mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann. Mit einem Abendstudium zum Betriebswirt legte er den Grundstein für seine weitere Karriere innerhalb der LTG. Diese führte ihn vom Exportleiter der LTG zum Kaufmännischen Leiter der Sparte Textillufttechnik bis hin zum Mitglied der Geschäftsleitung der LTG Mailänder GmbH.
Privat halten ihm seine drei Söhne im Alter von 19, 20 und 21 Jahren, seine 16-jährige Tochter und seine Frau den Rücken frei.
Die WEISZEIT Redaktion traf Ingo Wertek zu einem Gespräch, um mehr über die Ziele und die Arbeit der Holding zu erfahren und einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2008 zu wagen.
WZ Redak.: Worin bestehen die Aufgaben der WEIS INDUSTRIES® GmbH & Co KG?
Wertek: Die »Holding« ist eine Muttergesellschaft für unsere 12 Tochtergesellschaften, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir kümmern uns um die Buchhaltung und die Personalabrechnung aller Firmen. Wir steuern den gesamten Prozess des Controllings und der Quartals- und Jahresabschlüsse. Wir sorgen dafür, dass die EDV funktioniert und dass wir ordentlich versichert sind. Wo es Sinn macht, bündeln wir Verträge auf die Holding und erzielen dadurch günstigere Konditionen. Zum Bespiel bei Handyverträgen und dem Fuhrparkleasing.
WZ Redak.: Was sind Ihre Aufgaben?
Wertek: Alexander Weis als geschäftsführender Gesellschafter und ich tragen gemeinsam die Verantwortung in der Holding für die gesamte Entwicklung aller zur WEIS INDUSTRIES Gruppe gehörenden Firmen. Wir sind stolz auf unsere Positionierung im Markt und den hervorragenden Ruf, den wir im »Mittelstand« und darüber hinaus genießen. Wir müssen permanent dafür sorgen, dass das so bleibt und sich weiterentwickeln kann.
WZ Redak.: Worin sehen Sie die Stärken der WEIS INDUSTRIES Gruppe?
Wertek: Viele Firmengruppen leisten sich eine Zentrale, die irgendwann vergisst, warum man sie eigentlich gegründet hat. Spätestens, wenn sie den Firmen lästig ist, hat sie ihre Berechtigung verloren. Wir versuchen den Firmen den Rücken freizuhalten. Wir wollen mit minimalem Verwaltungsaufwand eine möglichst stabile Struktur für das operative Geschäft bieten, die es den Einzelfirmen erlaubt, sich voll auf ihre Kunden und den Markt zu konzentrieren. Dort bestehen wir nur, wenn wir alle schnell und perfekt sind. Wir haben in den Firmen sehr engagierte und erfahrene Führungskräfte und eine hoch motivierte Belegschaft von über 500 Mitarbeitern.
WZ Redak.: Was waren Ihre Highlights im vergangenen Jahr?
Wertek: Zuerst natürlich die Bewältigung und Konsolidierung des schnellen Wachstums der WEIS INDUSTRIES Gruppe. Große Herausforderungen waren auch Aufbau und Anpassung aller zur Steuerung der Einzelgesellschaften notwendigen Rahmenbedingungen wie die Finanzierung der Gruppe und die Unternehmensstruktur. Die Mehrheitsübernahme und die Integration der AIRFILTEC® GmbH als interner Hersteller und Lieferant für die LTG AEROB® Air Engineering war ein weiterer Meilenstein. Nicht zu vergessen auch die Gründung einer Tochtergesellschaft in Melzo/Italien – also rundum ein Jahr voller Highlights!
WZ Redak.: Welche Herausforderungen gilt es Ihrer Meinung nach für die WEIS INDUSTRIES Gruppe im nächsten Geschäftsjahr zu meistern?
Wertek: Der Generationswechsel in der WEIS INDUSTRIES Gruppe ist erfolgreich vollzogen. Wir sind in den letzten drei Jahren von 50 Mio. EUR Umsatz auf 100 Mio. EUR gewachsen. Viele Arbeitsplätze, die bei Konkurrenzfirmen durch Insolvenzen weggefallen sind, haben wir bei uns neu geschaffen. Oft geht hervorragendes Know-how durch falsche Steuerung von Firmen verloren. Wir sehen unsere Herausforderung darin, dass wir nicht nur »Umsatz« bilanzieren, sondern bei unseren Kunden sinnvolle Dinge »umsetzen«. Das stärkste Wachstum haben wir unter anderem im Umweltschutz. Das wollen wir stärken und fördern.
WZ Redak.: Was möchten Sie den Mitarbeitern mit auf den Weg geben?
Wertek: Die Mitarbeiter sind es, die unser Bild und die Qualität nach außen bestimmen, und die machen das super.
WZ Redak.: Wo sehen Sie Verbesserungs- oder Entwicklungspotentiale?
Wertek: An jeder Ecke... (lacht)
WZ Redak.: Was hat sich bei Ihnen im Arbeitsablauf mit dem Wechsel von der LTG zur WEIS INDUSTRIES Gruppe verändert?
Wertek: Alles... (lacht wieder)
WZ Redak.: Was macht Ihnen bei Ihrer Aufgabe besonders Spaß?
Wertek: Fast alles... (grinst)
WZ Redak.: Herr Wertek, ich danke Ihnen für das Gespräch.
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