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STAR CARE - seit zehn Jahren für die gute Sache

15.01.2010

Gabriele Stauch, Mitbegründerin von Star Care
Der gemeinnützige Verein Star Care wird auch in diesem Jahr wieder zu Weihnachten mit einer Spende von der WEIS INDUSTRIES Firmengruppe unterstützt. Bereits die diesjährige WIM 1959 (WEIS INDUSTRIES Meisterschaft, ein Firmenfußballturnier) fand zugunsten von Star Care statt. 2009 feiert die von Mitarbeitern von Daimler und Partnerfirmen initiierte Organisation ihr zehnjähriges Bestehen. Doch was genau verbirgt sich hinter der Arbeit des Vereins? Was sind seine Ziele und wer steckt dahinter?

Fragen, denen die WEISZEIT Redaktion auf den Grund gegangen ist. Frau Gabriele Stauch, Mitbegründerin des Vereins, stand hierzu Rede und Antwort. Die 56-jährige, ehemalige Hauptschullehrerin und Mutter von drei erwachsenen Söhnen leistete die Aufbauarbeit, kümmert sich um die zahlreichen Projekte von Star Care und betreut die Geschäftsstelle. Um sich ganz in den Dienst der guten Sache stellen zu können, kündigte sie in der Vergangenheit ihren Beamtenstatus und treibt die gemeinnützige Arbeit des Vereins seit nunmehr acht Jahren aktiv voran.

WZ Redak.: Wie entstand der Verein Star Care?
G. Stauch: Die Idee wurde bereits vor 14 Jahren geboren, aus dem Gedanken heraus, auf Weihnachtsgeschenke zu verzichten und stattdessen an kranke Kinder in Stuttgart zu spenden. Mit der Idee konnten wir dann viele andere Mitarbeiter der Daimler AG und auch andere Unternehmen und Privatpersonen begeistern. Die »Truck-Tour« als unser Kernprojekt war schnell aus der Taufe gehoben. Seither fahren jedes Jahr Freiwillige mit LKW in südliche Länder, holen dort Pflanzen und kulinarische Köstlichkeiten ab, die hier an verschiedenen Standorten wieder verkauft werden. Bis heute herrscht der Grundgedanke: Mit Freude Aktionen schaffen, durch deren Erlös es möglich ist, anderen eine Freude zu bereiten.

WZ Redak.: Wen möchte der Verein mit seiner Arbeit besonders unterstützen?
G. Stauch: Der ursprünglich erwählte Kreis kranker Kinder in der Region Stuttgart wurde erweitert auf behinderte und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche – Kinder, die eben nicht »das große Los gezogen haben«.

WZ Redak.: Welche aktuellen Projekte beschäftigen den Verein?
G. Stauch: Im Moment haben wir unseren Fokus auf die benachteiligten Kinder gerichtet – angefangen mit den Schulessen für benachteiligte Kinder und Jugendliche, einige Förderschulen und Kinder, die mit ihren Müttern im Frauenhaus leben. Außerdem bekommt das Olgäle im November wieder zwei Großgeräte von uns gestiftet – einmal ein sogenanntes Baby-Sim-Gerät, an dem Verfahren simuliert werden können, und ein Gerät zur Schluckdiagnostik.

WZ Redak.: Wie ist die Arbeit von Star Care organisiert?
G. Stauch: Wir haben einen Vorstand mit fünf Mitgliedern und zusätzlich 20 aktive Mitglieder, die sich an den einzelnen Projekten beteiligen. Nur Spender laufen unter der Rubrik »Partner of Star Care«.

WZ Redak.: Wie hat sich der Verein seit den Anfängen entwickelt?
G. Stauch: Am Anfang waren wir vor allem mit der »Truck-Tour« unterwegs und haben mehr oder weniger im Hintergrund gewirkt. Nachdem der Verein dann 1999 gegründet wurde, begann ab dem Jahr 2000 der Schritt in die Öffentlichkeit mit verschiedenen Veranstaltungen wie Star Care-Miles, wo Menschen mit außergewöhnlichen Fahrzeugen in tollen Gegenden einzigartige Erfahrungen machen können, oder Star Care-Night. Dies ist eine Benefizgala mit heimischen Künstlern in einem schönen Ambiente, bei der auch für das leibliche Wohl gesorgt ist.

WZ Redak.: Gab es besondere Erlebnisse, die Ihnen aus den zehn Jahren ganz speziell in Erinnerung geblieben sind?
G. Stauch: Unvergessen waren unsere zwei Großveranstaltungen für behinderte Kinder und Jugendliche, einmal 2003 in der Wilhelma und 2006 auf dem Killesberg. Jeweils über 3.000 einfach und mehrfach behinderte Kinder bekamen einen Erlebnistag mit vielen Programmpunkten von uns geschenkt.

WZ Redak.: Wie wurde das große Jubiläum des Vereins gefeiert?
G. Stauch: Die große Feier wurde am 21.11. in der Phönixhalle im Römerkastell gefeiert und bildete einen schönen Abschluss des Jubiläumsjahres unter dem Motto »Magische Momente«. Jeder, der Lust hatte dabei zu sein, konnte sich auf unserer Internetseite anmelden. Neben vielen künstlerischen Höhepunkten war auch ein Hilfsprojekt damit verbunden – in unserem aufgebauten Zauberwald wurden »Wunschbäume« versteckt, an die alle Grundschüler vom Hallschlag einen Weihnachtswunsch hängen durften, der dann noch vor Weihnachten in Erfüllung geht.

WZ Redak.: Was hat der Verein für 2010 und für die nächsten zehn Jahre geplant?
G. Stauch: 2010 wird es mal wieder ein Großprojekt mit behinderten Kindern geben und eine Veranstaltung zum Thema Star Care-Miles. Darüber hinaus wünschen wir uns, hoffentlich weiter so viele Spenden zu generieren, dass wir den zahlreichen Anfragen gerecht werden können.

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